Die durch Covid-19 verursachte Gesundheitskrise: ein noch nie dagewesenes Ereignis, das die Welt vollkommen überrumpelte.

Nach Angaben des Bundesamtes für Gesundheit nimmt die Zahl der täglich in der Schweiz registrierten Neuerkrankungen, Spitaleinweisungen und Todesfälle stetig ab. Die Vereinigten Staaten hingegen sind derzeit das am stärksten betroffene Land. Auch Russland sieht sich mit einem starken Anstieg der Infektionen konfrontiert. Hinzu kommt, dass einige Länder, denen es gelungen war, die Ausbreitung der Pandemie einzudämmen, wie Japan und Singapur, sich mit einer zweiten Welle auseinandersetzen müssen. In dieser Zeit der globalen Gesundheitskrise spielt die Risikokommunikation eine Schlüsselrolle, um die Ausbreitung der Pandemie so weit wie möglich zu verhindern.

Risikokommunikation

Unter Risikokommunikation versteht die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den Austausch von Informationen, Ratschlägen und Meinungen in Echtzeit zwischen Experten, Verantwortungsträgern der Gemeinschaften, politischen Entscheidungsträgern und gefährdeten Bevölkerungsgruppen.

Wenn eine Pandemie wie die gegenwärtige auftritt, ermöglicht eine wirksame Risikokommunikation den Menschen ein besseres Verständnis für die geforderten Verhaltensregeln, die zu deren Schutz nötig sind. Sie stellt den Behörden die Mittel zur Verfügung, um Fehlinformationen zu verringern und auf die Bedenken der Öffentlichkeit zu reagieren.  Die folgende Abbildung ist ein Beispiel für die Risikokommunikation in der Schweiz.

Risikokommunikation ist wesentlich, aber dies ist noch nicht alles. In einer globalen Krisensituation ist der Informationsaustausch zwischen Ländern und ihren Institutionen ein unverzichtbares Element.

Informationsaustausch

Das Virus hat sich entsprechend der Kontaminationsfällen von einem Land zum anderen ausgebreitet. So waren einige Länder vor anderen betroffen, und zu einem bestimmten Zeitpunkt durchlief jedes Land eine andere Phase der Kontaminationswelle. Zum Beispiel befand sich die Schweiz zu dem Zeitpunkt, als Italien seinen Höhepunkt der Kontamination erlebte, noch in der Anfangsphase der Ausbreitung des Virus.

Diese zeitliche Verzögerung ermöglichte es den ersten betroffenen Ländern, Informationen mit Ländern auszutauschen, die noch nicht von der Pandemie betroffen waren. Regierungen, die von einem klaren Informationsaustausch profitierten, waren in der Lage, sich selbst zu mobilisieren, indem sie eine effektive Risikokommunikation betrieben.

Der Informationsaustausch spielte eine Schlüsselrolle bei der Bewältigung der Pandemie. Er bleibt von großer Bedeutung, da die Länder das Ende der Eindämmung und die Rückkehr zum normalen Leben in Betracht ziehen. Der Erfolg dieser Phase hängt von der Umsetzung der von den Behörden aufgestellten Präventionsrichtlinien ab. Diese Richtlinien basieren auf sämtlichen Informationen, die von den Behörden in den verschiedenen Ländern über die Pandemie ausgetauscht werden. Die Konsistenz der in der gesamten Kommunikation verwendeten Terminologie ist von wesentlicher Bedeutung, um einen effektiven Informationsaustausch zu gewährleisten.

Terminologie

Nach der Encyclopaedia Universalis ist Terminologie die Disziplin, die sich mit wissenschaftlichen oder technischen Vokabularen befasst. Ihr Ziel ist es, die Art und Weise zu untersuchen, wie Wissenschaft und Technik Objekte und Phänomene bezeichnen.

Als die ersten internationalen Organisationen gegründet wurden, war es notwendig, eine mehrsprachige Terminologie zu entwickeln, die es den Vertretern verschiedener Länder ermöglicht, klar zu kommunizieren. Die Erstellung mehrsprachiger Glossare ermöglichte es, eine Terminologie zu erstellen, die die Konkordanz zwischen verschiedenen Sprachen sicherstellt. Jeder Bereich erfordert natürlich ein eigenes Glossar, und die Gesundheitskrise, die die Welt derzeit erlebt, bildet da keine Ausnahme.  In der Anfangsphase der Pandemie waren Informationen nur in einer begrenzten Anzahl von Sprachen verfügbar, wodurch ganze Bevölkerungsgruppen keinen Zugang zu lebenswichtigen Informationen hatten, weil sie diese nicht verstehen konnten.  Die Organisation „Übersetzer ohne Grenzen“ entwickelte daher ein Glossar, das speziell auf die durch Covid-19 verursachte Gesundheitskrise zugeschnitten ist. Dieses Glossar umfasst dreiundzwanzig Sprachen, insbesondere diejenigen, in denen die Informationen nicht verfügbar waren.

https://glossaries.translatorswb.org/covid19/

Welche Lektionen können wir aus dieser Situation lernen?

Wir leben in einer globalisierten Welt und sind Zeugen unzähliger mehrsprachiger Austausche. Im Kontext einer globalen Gesundheitskrise kann das Teilen von Informationen konkret Leben retten. Zur Praxis des Informationsaustauschs gehört unbedingt eine klare Terminologie. Um Missverständnisse und Fehlinformationen zu vermeiden, ist die Qualität der Übersetzung und des Dolmetschens von höchster Priorität.

 

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