COP26 – eine klimatische Herausforderung für Länder und eine sprachliche Herausforderung für Dolmetscher

Rund 30.000 Menschen versammeln sich in diesem Moment in Glasgow zur 26. Vertragsstaatenkonferenz der Vereinten Nationen zum Klimawandel (COP26).

Vom 31. Oktober bis 12. November werden 120 Staatsoberhäupter erwartet, von denen einige bereits in den ersten Tagen das Wort ergriffen haben, um auf die Dringlichkeit der Klimasituation aufmerksam zu machen und Lösungen zu finden.

Politiker, Aktivisten und Bürger aus der ganzen Welt hören aufmerksam zu, was in Glasgow geschieht.

Welche Verpflichtungen werden eingegangen?

Mehr als 80 Länder haben sich verpflichtet, die Methanemissionen bis 2030 um 30 % zu reduzieren. Obwohl Indien nicht an der Konferenz teilnahm, will es bis 2070 kohlenstoffneutral sein, wie der indische Premierminister ankündigte.

Mehr als 100 Staats- und Regierungschefs, die 85 % der Wälder der Welt repräsentieren, verpflichten sich, die Entwaldung bis 2030 zu stoppen.

Diese Verpflichtungen sind nur der Anfang einer Liste, die angesichts des Klimanotstands noch weiter wachsen wird.

Doch wie können diese Ambitionen und Verpflichtungen umgesetzt werden?

Das Klima ist ein globales Anliegen, die meisten Länder sind betroffen, was eine grosse Anzahl von Sprachkombinationen voraussetzt. An der COP26 nehmen so viele Länder teil, wie es Sprachen gibt, die übersetzt werden müssen. Jede Rede muss von allen verstanden werden. Während viele Englisch sprechen, ist es weniger üblich, Reden aus dem Indischen oder Nigerianischen ins Chinesische oder Schwedische zu übersetzen.

An dieser Stelle kommt der Bedarf an professionellen Dolmetschern und Übersetzern ins Spiel.

Globale Erwärmung, Kohlenstoffneutralität und Entwaldung sind sensible und komplexe Themen. Die physische Anwesenheit von Dolmetschern, die das Vokabular von Klima- und Umweltfragen sowie den diplomatischen und geopolitischen Jargon beherrschen, ist unerlässlich. Übersetzer und Dolmetscher sind diejenigen, die für die Übermittlung von Nachrichten zwischen den Ländern und für Verhandlungen zuständig sind, und sie spielen eine entscheidende Rolle.

Wer sind diese Dolmetscher und wie sind sie organisiert?

Bei internationalen Tagungen sind immer professionelle und spezialisierte Dolmetscher anwesend. Sie sind Mitglieder der Vereinten Nationen und für das offizielle Dolmetschen auf der COP26 zuständig. Sie nehmen an technischen Verhandlungen, Konferenzen usw. teil.

Damit die Konferenzen reibungslos ablaufen können, werden sie im Vorfeld sorgfältig vorbereitet und die Reihenfolge der Redner festgelegt: Am 2. November beispielsweise sprachen die Präsidenten in einer genauen Reihenfolge, damit sich die Dolmetscher aus den einzelnen Ländern vorbereiten konnten. Den Rednern wurde eine Redezeit von 3 Minuten zugestanden. Die Erklärungen und Reden wurden den Dolmetschern etwa 30 Minuten vor jeder Rede übermittelt.

Einige der Konferenzen und Sitzungen werden online abgehalten. Dies war der Fall bei der Königin von England, die bei dieser COP26 weitgehend abwesend war und ihre Erklärung live per Videokonferenz abgab. Diese Online-Konferenzen können jedoch bei internationalen Verhandlungen dieser Grössenordnung zu einem Hindernis für das gegenseitige Verständnis werden.

Nach ihrem Abschluss wird die COP26 den Ländern die Möglichkeit geben, über wichtige Themen zur Bekämpfung der globalen Erwärmung und zur Rettung unseres Planeten zu verhandeln und sich zu einigen. Die grösste Herausforderung für die Länder besteht darin, die globale Erwärmung bis zum Ende des Jahrhunderts auf 1,5° zu begrenzen. Auch die sprachliche Herausforderung für Dolmetscher wird vorbei sein.

Was ist die Rolle der Übersetzer?

Es werden Abkommen ausgearbeitet, und es sind die Übersetzer, die diese Abkommen und offiziellen Dokumente in die Sprachen der Unterzeichnerländer übersetzen müssen.

Ebenso wie für die Dolmetscher stellt diese COP26 auch für die Übersetzer eine sprachliche Herausforderung dar.

Hoffen wir, dass die Dolmetscher und Übersetzer angesichts dieser Dringlichkeit die richtigen Botschaften an die Staats- und Regierungschefs weitergeben, damit auch sie sich der klimatischen Herausforderung stellen können!

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